Hengst Brentano

Brentano II weilt nicht mehr unter uns

Ein herber Verlust für das Landgestüt Celle: Nach einer schweren Kolik musste Brentano II in der vergangenen Nacht eingeschläfert werden. Mit diesem charmanten Dunkelfuchs, der in seinem Pedigree die Vererbergrößen Bolero und Grande in direkter Kombination vereinte, verlieren wir einen Stutenmacher allererster Couleur. Körsieger des Jahres 1985, Reservesieger der Hengstleistungsprüfung 1986 mit überragendem Sieg im Dressurindex und Hannoveraner Hengst des Jahres 2003 sind die Titel, die seine Hengstkarriere schmücken.
Und die auch die nüchternen Zahlen sprechen eine klare Sprache: 1880 Nachkommen sind in Hannover registriert, 23 gekörte Söhne und 514 Zuchtstuten sind bundesweit eingetragen. Herausragende Töchter sind die St.Pr.St. Bona Dea, die im Jahr 2000 Siegerin der Ratje-Niebuhr-Schau in Verden wurde. Eine Tochter des Brentano II hat im brandenburgischen Neustadt (Dosse) eine eigene Dynastie gegründet: Poesie v. Brentano II stellte mit ihrer Tochter Poetin die Bundeschampionesse und Weltmeisterin der sechsjährigen Dressurpferde im Jahr 2003, die anschließend zum teuerste Auktionspferd aller Zeiten avancierte.
Bis zu höchsten sportlichen Ehren reiften die Vollgeschwister Barclay unter Hubertus Schmidt und später Sven Rothenberger und Brentina unter Debbie McDonald heran, die in bei den Olympischen Spielen im Jahr 2004 in Athen ihre Heimatländer vertraten.

Rittigkeit, Leistungsbereitschaft, Charakterstärke und ein dem Menschen sehr zugewandtes Wesen waren die besonderen Kennzeichen des Brentano II – die er auch seinen Kindern weitergab.