Weltmeyer – dieser Name hat sich in der Dressurpferdezucht durchgesetzt. Den charismatischen Fuchs umgab eine Aura des Unbesiegbaren. Seine Wurzeln hat Weltmeyer im Kehdinger Land, einem der Hochzuchtgebiete Hannovers. 1984 wurde er in Allwörden im Stall von Hermann Meyer geboren.

Sein Züchter weiß noch heute: „Als ich den Hengst zum ersten Mal sah, wusste ich sofort, dass dieser ein Besonderer ist!  So einen kriegt man nur einmal im Leben.“ Doch das Weltmeyer ihm solchen Ruhm bescherte, konnte auch Hermann Meyer noch nicht ahnen.

Die unnachahmliche Karriere Weltmeyers sollte ihm Recht geben. 1986 verließ der inzwischen zu einem stattlichen Junghengst Herangereifte den Verdener Körplatz als unangefochtener Sieger und als Landbeschäler.

Dem Körsieg folgte der Sieg in der Leistungsprüfung 1987, wobei Weltmeyer einer der wenigen Hensgte Deutschlands ist, der in allen Indices mehr als 140 Punkte erhielt! Im gleichen Jahr holte er unter OSM Hans-Peter Klaus als erster Celler Landbeschäler den Bundeschampionatstitel in Vechta. Eigentlich war es keine Frage, dass Weltmeyer irgendwann als Hannoveraner Hengst das Jahres geehrt werden würde. Diese erfolgte im Jahr 1998.

Weltmeyer legte auch in seiner Vererbung eine Karriere nach Maß hin. Sein Schwerpunkt liegt eindeutig in der Vererbung der hervorragenden Dressurveranlagung, wobei er seinen Nachkommen, neben der notwendigen Portion Geist und einer intelligenten Wachheit, überdurchschnittliche Bewegungen und ein exzellent funktionierendes Hinterbein mitgibt – was sein Markenzeichen wurde.

Olympioniken stellte er mit "Wie Weltmeyer" unter Emma Hindle, "Weltall" unter Martin Schaudt und "Vincent" mit Bernadette Pujals. Für die internationalen Championatspferde sei hier stellvertretend sein Sohn "Warum Nicht FRH" unter Isabell Werth genannt.

Die Töchter stehen den Söhnen in nichts nach. Etliche Weltmeyer-Töchter konnten ihre heimischen Stutenschauen dominieren. Nachdem Brentano II und Espri eingeschläfert werden mussten, ist nun ein weiterer Grandseigneur der Hengstbestandes gewichen.